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Arztpraxis der Zukunft – Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels sind wir darauf eingegangen, dass Wartezimmer in Zukunft ganz anders aussehen oder gar ganz abgeschafft werden könnten, dass mehr Besuche virtuell stattfinden werden und dass es kleinere, vielleicht automatisierte Zweigstellen als Arztpraxen geben könnte, in denen Arzt und Ärztin nicht mehr physisch anwesend sein müssen. Aber wie könnte das konkret aussehen? Mehrere mögliche Komponenten besprechen wir hier:

Erkenntnisse aus tragbarer Technologie nutzen

Immer mehr Menschen tracken ihre Gesundheit (Schlaf, Bewegung, Sport etc.) mit Wearables, Fitness-Trackern und Herzfrequenzmesser. Als Beispiel haben Menschen mit Typ-2-Diabetes oft Systeme zur kontinuierlichen Glukoseüberwachung, die regelmässig analysiert werden und mit denen Therapieansätze verbessert werden können.
Des Weiteren werden auch Smartphones wichtige Komponenten sein, um Gesundheitsdaten zu generieren.

Körperscanner

Vitalparameter des Patienten oder der Patientin könnten durch einen nicht-invasiven Zungenspatel gemessen werden, der ohne Fachpersonal einfach selbst verwendet werden kann. Damit können Faktoren wie Körpertemperatur, Blutdruck und Puls in weniger als einer Minute erfasst werden. Auch Trends können damit gemessen und sofort zum Gesundheitspersonal übermittelt werden. Andere hochmoderne Geräte sind zum Beispiel ein Echtzeit-Blutanalysegerät, das innerhalb von zwölf Minuten Ergebnisse liefert oder ein DNA-Sequenziergerät, das die wichtigsten erbliche Krebsgene untersuchen kann.

Digitale Notizen

Ein eingebauter Spracherkennungssensor kann die Gespräche in der Praxis aufzeichnen. So benötigt der Arzt oder die Ärztin keine Zeit mehr Notizen zu schreiben und kann sich stattdessen auf die Fragen und Anliegen des Patienten konzentrieren. Diese Anwendung ersetzt die Papiernotizen, Akten und Klemmbretter. 

Datenbasiertes Agieren der Ärzteschaft

Künstliche Intelligenz (KI) kann in vielen Fällen genauere Entscheidungen als Menschen treffen und Dinge erfassen, die der Mensch nicht erkennen kann. Eine Ersteinschätzung von KI, überprüft von Gesundheitspersonal wird in Zukunft einen stark positiven Einfluss auf korrekte Entscheidungen haben. 

Als nächster Schritt können die generierten Daten in das digitale Patientendossier eingespiesen werden, damit Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit haben, die Daten zu nutzen.

Wie immer wenn es um die Zukunft der Medizin geht, kommt früher oder später das Thema Datenschutz auf. Es ist klar, dass alle diese Daten besonders schützenswert sind.

Dazu aber mehr in unserem nächsten Artikel zum Thema Datensicherheit für Arztpraxen auch in unserem aktuellen Newsletter.